Wie wirst du bei Google und bei KI wie ChatGPT gefunden?
Zuletzt aktualisiert am 11. August 2026
Du brauchst beides: eine Seite, die Google sauber lesen kann, und Inhalte, die KI-Systeme wie ChatGPT als Quelle zitieren können. Das erste heißt SEO, das zweite GEO. Die gute Nachricht: Vieles davon kannst du als kleiner Betrieb selbst beeinflussen.
Was sich geändert hat
Lange lief die Suche nach einem Betrieb so: Google öffnen, Begriff eintippen, Ergebnisliste durchklicken. Das gibt es weiter. Aber immer mehr Leute stellen ihre Frage direkt an eine KI wie ChatGPT, Perplexity oder an die KI-Antworten, die Google selbst über den Ergebnissen zeigt.
Der Unterschied: Eine KI liefert keine Liste mit zehn Links, sondern eine Antwort. Oft mit wenigen Quellen oder einer einzigen Empfehlung. Wer in dieser Antwort nicht vorkommt, existiert für den Fragenden nicht. Deshalb reicht es nicht mehr, irgendwo auf Seite zwei bei Google zu stehen.
SEO: die Basis, ohne die nichts geht
SEO heißt Suchmaschinenoptimierung. Im Kern geht es darum, dass Google deine Seite problemlos lesen und verstehen kann. Das klingt technisch, besteht aber aus einfachen Dingen.
Deine Seite braucht klare Überschriften, die sagen, worum es geht. Sie braucht Text, der deine Leistung und deinen Ort benennt. Sie muss schnell laden, auch auf dem Handy. Und sie braucht saubere Grunddaten: ein vollständiges Impressum, korrekte Adresse, erreichbare Unterseiten.
Dazu kommt der Inhalt: Google will Suchenden die beste Antwort zeigen. Eine Seite, die die Fragen ihrer Besucher klar beantwortet, hat deshalb bessere Karten als eine Seite voller Selbstlob. SEO ist kein Trick und kein Geheimwissen. Es ist Ordnung.
GEO: gefunden werden, wenn eine KI antwortet
GEO heißt Generative Engine Optimization, also Optimierung für KI-Suchen. KI-Systeme bauen ihre Antworten aus Quellen, die sie lesen und für glaubwürdig halten. Daraus folgen ein paar Regeln, die sich von klassischem SEO unterscheiden.
Erstens: KI zitiert Quellen. Seiten, die eine Frage direkt und vollständig beantworten, werden eher zur Quelle als Seiten voller Werbesprüche. Zweitens: Erwähnungen zählen. Wenn dein Betrieb auf anderen Seiten, in Verzeichnissen und Bewertungen konsistent mit Name, Ort und Leistung auftaucht, kann die KI dich sicherer zuordnen. Drittens: Aktualität zählt. Veraltete Seiten fallen aus den Antworten. Viertens, und das ist der technische Kern: Viele KI-Crawler führen kein JavaScript aus. Wenn deine Seite ihren Inhalt erst per JavaScript aufbaut, sehen diese Crawler eine leere Hülle. Der Inhalt muss schon im ausgelieferten HTML stehen.
Ein Wort zur Ehrlichkeit: Niemand kann dir eine Platzierung in KI-Antworten garantieren, auch wir nicht. Die Systeme ändern sich laufend, und wie genau sie ihre Quellen wählen, legt kein Anbieter offen. Was du beeinflussen kannst, ist deine Seite: lesbar, aktuell, mit klaren Antworten. Wer dir feste Rankings oder garantierte KI-Erwähnungen verkauft, verspricht etwas, das er nicht halten kann.
Was du als kleiner Betrieb konkret tun kannst
Pfleg dein Google Business Profile. Öffnungszeiten, Fotos, Leistungen, Antworten auf Rezensionen. Es ist die wichtigste einzelne Quelle für lokale Suchen, bei Google und bei KI-Antworten.
Beantworte auf deiner Website die Fragen, die dir Kunden wirklich stellen. Was kostet das ungefähr, wie läuft das ab, was brauche ich, wie lange dauert es. Jede ehrlich beantwortete Frage ist eine Chance, als Quelle zitiert zu werden.
Sammle Bewertungen. Bitte zufriedene Kunden aktiv darum. Bewertungen sind Erwähnungen, und Erwähnungen bauen das Vertrauen auf, aus dem KI-Systeme ihre Empfehlungen bauen.
Halte deine Grunddaten überall gleich. Name, Adresse und Öffnungszeiten sollten auf deiner Website, im Google Business Profile und in Verzeichnissen identisch sein. Widersprüche verwirren Suchmaschinen und KI gleichermaßen, und im Zweifel wirst du dann gar nicht genannt.
Und bleib aktuell. Ein Auftritt, der sichtbar gepflegt wird, gewinnt gegen den, der seit Jahren still steht. Das gilt bei Google, bei ChatGPT und bei deinen Besuchern sowieso.