Was kostet eine Website wirklich?
Zuletzt aktualisiert am 11. August 2026
Der Preis hängt von vier Dingen ab: Umfang, Design, Texte und Fotos, und Zusatzfunktionen wie Shop oder Buchung. Eine feste Zahl gibt es deshalb erst, wenn klar ist, was du davon wirklich brauchst. Wer dir ohne ein einziges Gespräch einen Pauschalpreis nennt, rät.
Warum Pauschalpreise ohne Diagnose nichts taugen
Eine Website ist kein Produkt aus dem Regal. Ein Handwerker mit drei Leistungen und einem Kontaktformular braucht etwas anderes als ein Restaurant mit Speisekarte und Reservierung oder eine Fahrschule mit Online-Anmeldung. Wer einen Festpreis nennt, bevor er dein Geschäft kennt, hat entweder eine Schablone, in die du gepresst wirst, oder er kalkuliert Puffer ein, die du bezahlst.
Seriös ist der umgekehrte Weg: Erst klären, was die Seite für dich erreichen soll und was dafür nötig ist. Dann steht ein Preis, der zu deinem Fall passt.
Kostenfaktor 1: Umfang und Seitenzahl
Je mehr eine Website können und zeigen muss, desto mehr Arbeit steckt drin. Eine kompakte Seite mit Startseite, Leistungen, Kontakt und Impressum ist schneller gebaut als ein Auftritt mit vielen Unterseiten, mehreren Standorten oder mehreren Sprachen.
Wichtig: Mehr Seiten sind nicht automatisch besser. Für viele kleine Betriebe ist ein kompakter, klarer Auftritt die stärkere Lösung. Umfang muss aus dem Bedarf kommen, sonst zahlst du für Fläche, die niemand besucht.
Kostenfaktor 2: Design von der Stange oder eigenes
Eine fertige Design-Vorlage ist günstiger, sieht aber aus wie tausend andere Seiten. Ein eigenes Design kostet mehr Zeit, dafür passt es zu deiner Marke und deiner Kundschaft.
Beides kann richtig sein. Entscheidend ist, dass du weißt, was du bekommst. Frag konkret nach: Wird eine Vorlage angepasst oder wird für dich entworfen? Beides hat seinen Preis, und der Unterschied sollte sich im Angebot zeigen.
Kostenfaktor 3: Texte und Fotos
Der Teil wird am häufigsten unterschätzt. Eine Website ohne gute Texte und echte Fotos bleibt eine leere Hülle. Entweder lieferst du Texte und Bilder selbst, oder jemand erstellt sie für dich. Beides kostet: dich Zeit oder die Agentur Aufwand.
Frag bei jedem Angebot: Sind Texte drin? Sind Fotos drin? Was passiert, wenn ich nichts liefern kann? Viele Projekte werden teurer oder bleiben liegen, weil dieser Punkt vorher nie geklärt wurde.
Kostenfaktor 4: Shop, Buchung und Anbindungen
Sobald die Seite mehr tun soll als informieren, steigt der Aufwand. Ein Online-Shop braucht Bezahlwege, Versandlogik und Rechtstexte. Eine Terminbuchung braucht eine Anbindung an deinen Kalender. Eine Online-Anmeldung braucht ein sauberes Formular und einen klaren Weg, wo die Daten landen.
Solche Funktionen sind oft genau das, was aus einer Visitenkarten-Seite ein Werkzeug macht, das Kunden bringt. Sie gehören ins Angebot, wenn du sie brauchst, und nicht hinein, wenn nicht.
Versteckte Kosten: Abos, Pflege, Hosting
Der Kaufpreis ist nicht der ganze Preis. Baukasten-Systeme laufen im Abo, das Monat für Monat weiterläuft. Dazu kommen Hosting, Domain, Wartung und Updates. Und irgendwann willst du etwas ändern: neue Preise, neues Team-Foto, neue Leistung.
Frag deshalb vor dem Auftrag: Was kostet der Betrieb pro Jahr? Was kostet eine kleine Änderung später? Wer diese Fragen nicht klar beantwortet, versteckt etwas oder hat es selbst nicht durchdacht.
So vergleichst du Angebote
Vergleich nie nur die Endsumme. Vergleich, was drinsteckt. Drei Fragen bringen dich weiter als jede Preisliste.
Erstens: Was ist enthalten? Design, Texte, Fotos, Rechtsseiten wie Impressum und Datenschutzerklärung, Einrichtung von Google Business Profile und Suchmaschinen-Grundlagen. Zweitens: Wem gehört die Seite? Bei manchen Baukasten- und Miet-Modellen gehört dir am Ende nichts, und beim Anbieterwechsel fängst du bei null an. Drittens: Was kostet Änderung später, und wie schnell passiert sie?
Ein Angebot, das diese drei Fragen sauber beantwortet, ist fast immer das seriösere. Auch wenn es auf dem Papier nicht das billigste ist.
Unsere Haltung: erst Diagnose, dann Preis
Wir nennen dir einen Preis, wenn wir wissen, was bei dir wirklich nötig ist. Vorher wäre jede Zahl geraten, und geratene Zahlen gehen fast immer zu deinen Lasten.
Deshalb starten wir mit einem Ersttermin: 15 Minuten, kostenlos, kein Verkaufsgespräch. Du erzählst, woran es hakt. Wir sagen dir, wo wir den Grund vermuten und was das für den Umfang bedeutet. Manchmal ist das Ergebnis auch: Du brauchst gar keine neue Website. Dann sagen wir dir das.